Gerne waren wir wieder beim diesjährigen 37. Kindelsberglauf des TV Eichen dabei. Gleichzeitig der dritte Lauf im Rahmen der Rothaar-Laufserie 2019. Start und Ziel wie immer in der Fußball- und Leichtathletik-Arena in Eichen.
Die Strecken waren diesmal sehr gut ausgezeichnet! Als Erinnerung: Der Lauf vor zwei Jahren war ja im wahrsten Sinne des Wortes ein Orientierungslauf. Durch den vielen Regen waren damals einige Richtungspfeile auf dem Boden nicht mehr richtig zu deuten.
Und der Lauf hat es auch in sich: Gehen doch die entsprechenden Strecken bis über die Halbzeit hinaus fast nur bergauf! Die 20-km-Strecke hatte insgesamt 430 Höhenmeter in sich!
Hier die Teilnehmer und Platzierungen unseres Vereins. Zeigen diese doch den guten Leistungsstand unseres Vereins:
Am
06.09. führte der ASC Breidenbach seinen Bahnlauf im Stadion Gunterstal
durch. Auch diesmal reisten einige Siegerländer nach Hessen um sich
Punkte für den Dillenburger Sparkassen Cup zu sichern, darunter auch
vier im ASC Trikot. Der langsam kühler werdende Freitag Abend sorgte für
beste Laufbedingungen, und so konnten im 2. und 3. Lauf Erfolge für den
ASC erlaufen werden. Die Siegerehrung fand dann schon im Dunkeln statt,
und es bekam zusätzlich zur Urkunde jeder einen Preis: 100% Duschgel!
Während im letzten Jahr noch 8 Teilnehmer des ASC Weißbachtal beim Mörsbachman-Triathlon im Westerwald dabei waren, startete in diesem Jahr Larissa Giebeler erstmals beim Mörsbachman, aber leider allein. Der Mörsbachman ist leider kein offiziell von der Deutschen Triathlon Union genehmigte Veranstaltung, weswegen Inhaber eines Triathlonstartpasses mit einer Sperre belegt werden wenn sie dort starten. Da seit diesem Jahr viele Mitglieder unserer Triathlonabteilung einen Startpass besitzen, musste Larissa leider allein die Fahne des ASC hochhalten.
Eine super Organisation ist das Attribut, welches unserer eigenen Laufveranstaltung, dem Wielandlauf zumeist zugesprochen wird. Als Veranstalter freut man sich über ein solches Lob natürlich ganz besonders. Denn andere Faktoren, insbesondere das Wetter, können wir leider nicht beeinflussen. So hatten wir in diesem Jahr auch wieder mit ziemlich heißen Temperaturen zu kämpfen.
Unser Vereinsvorsitzender und Moderator hatte diesbezüglich jedoch vorgesorgt und sich am morgen dick mit Sonnencreme eingerieben. So konnte er auch den ganzen Tag durch das abwechslungsreiche Programm führen.
Zunächst wurden die Walkerinnen und Walker auf eine 7,5 km lange Strecke geschickt. Hier waren mit Maria Manderbach, Reinhild Martin und Babette Utsch gleich drei Frauen des ASC auf der Strecke.
Als nächstes waren die Schüler/innen über 800 m an der Reihe. Hier zeigten insbesondere unsere jüngeren Mädchen, dass man in den nächsten Jahren durchaus mit ihnen rechnen muss. In der Altersklasse W8 gingen direkt die ersten 3 Plätze an unsere Mädchen. Mit Lenya Felbinger, Lilly Jung und Tialda Klein zeigten diese was wir in den nächsten Jahren zu erwarten haben. Ebenfalls ihre Altersklasse gewann Helena Groß. Sie gewann auch direkt den Gesamtlauf der Schülerinnen.
Bei den Jungs war Silas Cunz ganz vorne mit dabei. Er lief auf Platz 2 des Gesamtlaufes und seiner Altersklasse.
Bei den größeren Kindern über 1.500 m war Tom-Luca Krumm der schnellste Weißbachtaler mit Platz 2 im Gesamtlauf und Platz 1 in seiner Altersklasse. Dahinter kam Tessa Felbinger als zweitschnellstes Mädchen und ebenso Siegerin ihrer Altersklasse. In der W15 gewann Maya Hilkhausen ihre Altersklasse, ganz knapp mit nur einer Sekunde Vorsprung vor ihrer Konkurrentin aus Betzdorf.
Als nächstes gingen die Crossduathleten an den Start. Mit 4,5 km Laufen, 16,5 km Radfahren und 3,5 km Laufen war es gerade die Kombination die den Reiz dieses Wettkampfes ausmachte. Seit diesem Jahr ist der Crossduathlon in Wilnsdorf auch Teil der Kreismeisterschaft. Mit 69 Teilnehmern hat der Crossduathlon eine ordentliche Steigerung der Teilnehmerzahlen zum letzten Jahr erfahren. Hier konnte sich die neue Abteilungsleiterin Triathlon Sonja Schneider bei der eigenen Veranstaltung gegen alle anderen Konkurrentinnen durchsetzen und so den ersten Platz aller Frauen ergattern.
Danach waren unsere Bambini an der Reihe. Eine Runde um den Sportplatz, ganz ohne Eltern an der Hand liefen die jüngsten und wurden tatkräftig angefeuert. Und unsere Mädchen sicherten sich mal eben nebenbei die Plätze 1 bis 3 bei den Mädchen. Mit Leni Schneider, Lilly Berg und Emma Göbel hat Jugendwart Simon Kölsch keine Sorgen was die kommenden Leistungsträgerinnen angeht.
Über die Strecke von 5 km konnten Lina Otto und Mattea Mittler die ersten beiden Plätze ihrer Altersklasse erlaufen.
Über die 10 km gab es mit Martin Tarfeld, Oliver Berg, Sabine Hoffmann und Barbara Jüngst direkt 4 Altersklassensiege für den ASC Weißbachtal.
Mit 69 Starter/innen und über 100 Helfer/innen war unser Verein bei der eigenen Veranstaltung wieder zahlenmäßig gut vertreten. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer, am Start, im Wald, bei der Verpflegung der Startnummernausgabe und natürlich dem Auf- und Abbau, wäre eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen.
Aus diesem Grund ein herzliches Dankeschön allen Helferinnen und Helfern.
Sportlich war schon die Anfahrt zum 37. ATV Triathlon in
Hückeswagen. Am Samstagmorgen, dem 24.08.2019 stand ein PKW mit drei
gutgelaunten und doch etwas gestressten ASC-Sportlern und verwirrtem Navi vor
einer Straßensperre – man konnte schon die Radstrecke sehen – und doch war es
noch eine halbe Stunde bis zum offiziellen Parkplatz und die Uhrzeit für den
spätesten Rad-Check-In in der Wechselzone rückte immer näher… Triathlon und
das in einer bislang unbekannten Umgebung stellt schon planerisch und
logistisch mehr Anforderungen an die Sportler, als eine reine
Laufveranstaltung.
Trotzdem schafften Carsten, Sonja und ihre Unterstützung
Tanja es noch rechtzeitig, um in Hückeswagen zum Start der Volksdistanz auf
Vereinskollegin Daniela zu treffen, während Olli schon seit dem frühen Morgen
auf der Mitteldistanz (2 km Schwimmen / 74 km Radfahren / 21 km Laufen) unterwegs war. Trotz Sonnenschein und warmer
Temperaturen galt kein Neoprenverbot, viele Starter der Volksdistanz ( 500 m /
20 km / 5 km) verzichteten aber trotzdem. Dies geht zwar zu Lasten des
Auftriebes, bei einem Starterfeld von rund 400 Personen hatten die Schwimmer in
der Bevertalsperre allerdings andere „Sorgen“ als ihre optimale Wasserlage.
Anders sah dies am Morgen beim weniger dichten Starterfeld der Mitteldistanz
aus.
Nach dem Schwimmen war eine hügelige Radstrecke zu
bewältigen, die komplett für den Verkehr gesperrt wurde gefolgt von einem Lauf
durch Hückeswagen mit Ziel auf dem Sportplatz nahe der Wupper. Hier trafen sich
die ASC‘ler nach und nach wieder und konnten sich allesamt über gute
persönliche Leistungen und ein gelungenes Rennen freuen.
Da die Ligastarterinnen und -starter nicht getrennt gewertet
wurden und es sich zusätzlich um die westdeutsche Meisterschaft im
Mitteltriathlon handelte, sprangen für uns an diesem Tag keine Podiumsplätze heraus.
Dies trübte aber nicht unsere Freude über ein gutes Renngefühl, starke
Wattwerte und verbesserte Laufzeiten und das was am meisten zählt: Gesund ins
Ziel kommen und die gemeinsame Freude am Sport.
Da die Ligastarterinnen und -starter nicht getrennt gewertet wurden und es sich zusätzlich um die westdeutsche Meisterschaft im Mitteltriathlon handelte, sprangen für uns an diesem Tag keine Podiumsplätze heraus. Dies trübte aber nicht unsere Freude über ein gutes Renngefühl, starke Wattwerte und verbesserte Laufzeiten und das was am meisten zählt: Gesund ins Ziel kommen und die gemeinsame Freude am Sport.
Bekannt ist der Hunsrück für seine Mittelgebirgslandschaft, wie sie vielfältiger nicht sein kann. Weite grüne Wiesen, ein beachtliches Höhenprofil zwischen Flusstälern und Höhenzügen und prämierten Wanderwegen durch Wälder und Täler, wie sie ursprünglicher nicht sein könnten. Abgerundet wird die landschaftliche Augenweide durch eine moderne Hängeseilbrücke, der „Geierlay“. Ideal für ambitionierte Trailläufer.
Einige ASC-Weißbachtalläufer haben jetzt dort einen echt tollen und sehr anspruchsvollen Traillauf absolviert! Den Hunsbuckel Trail – kurz HuBuT! Start- und Zielpunkt war Laubach. 3 Strecken waren im Angebot!
Der kleinste, aber nicht weniger schönen ShortTrail führte über 12 km . Beginnend an der Laubacher Grillhütte mitten im Wald, ging es durch eben diesen bis nach Kastellaun und wieder zurück. Auf dem Weg nach Kastellaun wurden einige der schönsten prämierten Wanderwege angelaufen, so z.B. der „Burgstadt-Pfad“ in Kastellaun. Gelaufen wurde auf urwüchsigem Untergrund, durch helle Wälder, vorbei an kleinen Waldseen und immer weiter entlang verschlungener Pfade.
Der HalfTrail – 39 km – führte mit 700 Höhenmeter durch tiefe Wälder mit verschlungenen Singletrails, über prämierte Wanderwege und tiefe Schluchten. In genau einem dieser verwunschenen Täler befand sich die Burgruine „Balduinseck“.
Die Königsetappe über 66 km – der LongTrail – hatte neben den bereits erwähnten verwunschenen Singletrails und märchenhaften Wanderwegen ein ganz besonderes Highlight zu bieten. Hier mit insgesamt 1700 Höhenmeter. Und „Hochpunkt“ trifft es hier genau. Als Belohnung für die Teilnahme führte der anspruchsvolle Weg über Deutschlands schönste und höchste Hängeseilbrücke „Geierlay“ 360 m lang und 100 m hoch! Nichts für schwache Nerven.
Ergebnisse im Einzelnen:
Short-Trail – 12km
Jürgen Gast 01:16:00 Std.
Melanie Freund 01:19:04 Std.
Barbara Jüngst 01:21:38 Std.
HalfTrail – 39km
Roland Heine 05:06:37 Std.
Andre Albrecht 05:08:36 Std.
Dirk Thielmann 05:36:14 Std.
Elke Bürgel 05:58:35 Std.
Michael Bürgel 06:52:29 Std.
Raphael Bürgel 06:52:29 Std.
Nach den positiven Eindrücken beim Nordseelauf 2019, haben wir auch in unserem Sommerurlaub den ASC bei 3 Veranstaltungen an der Nordseelküste vertreten.
Am 27.7. sind wir bei ca. 30 Grad und wolkenlosen Himmel zu viert beim Friesencross in Schillig gestartet. Während bei den Kindern die Strecke hauptsächlich durch den Strand verlief , war der Lauf über die 10km aufgeteilt zwischen Strand und Watt. Eine wirklich eindrucksvolle Strecke die einem aber auch ( auch aufgrund der Hitze) alles abverlangte. Besonders die ca 6km die komplett durchs Watt gingen waren schon sehr anspruchsvoll.
Ergebnisse:
1.000 m
5:13 Lilly Berg 5.W8
2.000 m
8:46 Ben Berg 1.M10
10 km
47:42 Oliver Berg
1:04:46 Sonja Berg
Beim Stadtlauf in Esens am 02.08 wurden wir mit unsere Trikots bei einigen Mitläufern bereits wiedererkannt;). Die Strecke ist ein Rundkurs mit 2 bzw 4 Runden und war wie auch bereits im letzten Jahr perfekt organisiert.
Ergebnisse:
670 m
3:27 Lilly Berg 7.WU8
1.340 m
5:48 Ben Berg 3.MU12
5 km
25:26 Sonja Berg 2.W35
10 km
44:05 Oliver Berg 4.M45
Um auch mal etwas Triathlonluft zu schnuppern haben wir dann am 18.8 beim sogenannten Schnuppertriathlon am Ihleer Meer teilgenommen. Dieser Triathlon ist extra auf Anfänger, Einsteiger,Familie etc ausgelegt. Die Erwachsene mussten hierbei ca 400 Meter schwimmen , 20km Radfahren und 4km laufen. Die Kinder hatten eine Strecke von ca 100 Meter schwimmen, 4km Radfahren und 1km laufen zu bewältigen.
Der
ASC Weißbachtal ist immer bei den Ausdauer-Cup-Läufen in der heimischen Region
stark vertreten. So auch wieder im Stadionoval am Molzberg. Unterschied zu den
anderen Wettkämpfen: Kein 10- oder 15-Kilometerlauf über Asphalt oder Waldwegen,
sondern Rundenläufe auf der Tartanbahn. Insgesamt
41 Teilnehmer im ASC-Trikot machte unseren Verein wieder unübersehbar.
Es war schon heftig was Petrus uns da zumutete! Alle Schleusen waren von oben geöffnet. Der Regen verwandelte die Kunststoffbahn in ein Schwimmbad.
Trotz
der Witterungsverhältnisse wurden gute Ergebnisse erlaufen!
Über
die Distanz von 800m sicherten sich Lase Bertelmann sowie Tom-Luca Krumm in
ihren Altersklassen den jeweiligen ersten Platz. Ebenso über die Strecke von
1100m platzierten sich Theo Utsch und Leny Charlotte Felbinger auf dem obersten
Podest.
In
der Hauptklasse über 5000m war Ramadan Khalil mit einer Zeit von 18:53 Min der
schnellste ASC-Läufer an diesem Tag. Hier wollten unsere Youngstars Mattea
Mittler sowie Lina Otto über diese Distanz weiter Fuß fassen. Mit 20:39 und
20:40 Min sicherten Sie sich den ersten und zweiten Platz in der Altersklasse
WU18. Weitere erste Plätze sicherten
sich Martin Hansel, Friedrich Hinderthür, Sonja Schneider, sowie Barbara Jüngst.
Die Trainingsteilnehmer der Gruppe „unter40“ um unseren Coach Martin Tarfeld hatten die Marke von 20:00 Min im Visier. Jonas Krumm und Martin Hansel konnten diese mit 19:28 Min und 19:43 Min klar unterbieten. Martin Tarfeld, Rüdiger Stahl, Friedrich Hinderthür, Simon Kölsch und Tim-Oliver Kölsch verpassen diese Grenzmarke nur knapp. Bei den Einlaufzeiten ins Ziel wurden hier 20:06 bis 20:31 Min gemessen.
Ergebnisse im Einzelnen:
1.100 m Stadioncrosslauf
05:10,4 THEO UTSCH 1.M9
05:15,6 LENYA FELBINGER 1.W8
05:34,0 DALIAH KUNZE 2.W8
05:55,3 HANNE GIEBELER 3.W8
800 m
02:30,1 TOM-LUCA KRUMM 1.M15
02:42,0 TESSA FELBINGER 2.W13
03:07,2 FIONA GRISSE 2.W15
03:10,4 LASSE BERTELMANN 1.M10
03:28,0 NECHIRVAN KHALIL 2.M13
03:35,6 SIMON KRUMM 4.M11
5.000 m
18:53,8 RAMADAN KHALIL 2.MU20
19:28,7 JONAS KRUMM 9.MHK
19:43,1 MARTIN HANSEL 1.M55
20:06,0 MARTIN TARFELD 3.M55
20:09,7 RÜDIGER STAHL 4.M50
20:14,1 FRIEDRICH HINDERTHÜR 1.M45
20:16,4 SIMON KÖLSCH 10.MHK
20:31,9 TIM-OLIVER KÖLSCH 5.M30
20:39,3 MATTEA MITTLER 1.WU18
20:40,1 LINA OTTO 2.WU18
21:09,1 ROLAND JOACHIM HEINE 3.M60
21:57,1 NIKOLAUS ZARMUTEK 7.M50
22:11,1 MIKA BERTELMANN 4.MU16
22:13,0 MARCUS ESCHEMANN 11.M35
22:43,7 SONJA SCHNEIDER 1.W30
23:18,2 ADRIAN GIESLER 5.MU16
23:18,7 HANNES GIESELER 12.M35
23:59,0 LUISA MAHLE 3.WU18
24:00,3 MADELINE GRÄBENER 4.WU18
24:36,0 REINHARD BECKER 8.M55
24:39,2 DANIELA-P. BORKENSTEIN 2.W45
25:12,7 BODO HEINE 6.M65
25:37,7 ELKE BÜRGEL 2.W50
25:49,6 LARISSA GIEBELER 5.W40
25:58,4 UWE POETZEL 11.M55
26:07,9 CARSTEN KOCZOR 7.M45
26:32,7 MELANIE FREUND 3.W50
28:36,5 BARBARA JÜNGST 1.W65
29:28,4 MICHAEL BÜRGEL 13.M55
31:46,6 TANJA LINGELBACH 7.W40
34:14,8 DANIELA BRÄUTIGAM 5.W35
Swim (560m) – Bike (20 km) – Run (5 km) hieß es am Sonntag
wieder für uns ASC‘ler, die als teilnehmerstärkste Gruppe mit 21 Starterinnen
und Startern das Feld des Kindelsbergtriathlons in Müsen aufmischten. 2018
waren es noch 9 und 2017 sogar nur 3 TeilnehmerInnen.
Im Naturfreibad konnten wir auf acht zu absolvierenden
Bahnen à 70 m bei trüber Sicht das Freiwasserfeeling erleben. Trotz etwas
„Gewusel“ am Anfang blieben alle unversehrt. Nach dem Schwimmen spurteten wir
zu unseren Fahrrädern in der nahegelegenen Wechselzone, wobei dies einfacher
klingt, es als ist: Der schnelle Wechsel von der Horizontalen zurück zum Laufen
kann starke Gleichgewichtsprobleme verursachen, was auch das Anziehen der
Radschuhe zu einer Herausforderung werden lässt. Auf der nassen Fahrbahn bei
leichtem Regen war dann Vorsicht angesagt, um nicht wegzurutschen. Zurück in
der Wechselzone wurde das Rad wieder abgestellt und die Schuhe getauscht für
den abschließenden Lauf, der fünfmal um das Freibadgelände führte.
Im starken Teilnehmerfeld konnte der ASC einige
Podiumsplätze in den Altersklassenwertungen erreichen. Sabine Klein baute mit
Platz 2 in der AK. 35 weiter an ihrem diesjährigen Titel zur Kreismeisterin
(Buschhütten/Hünsborn/Müsen/Wilnsdorf) – das letzte ausstehende Rennen in der
Serie findet am 31.08. bei uns in Form des Wieland-Crossduathlons statt. Viel
Spaß an der Sache hatten auch Melanie Freund, Larissa Giebeler und Tanja
Schuchhardt aus der Laufabteilung, die eine Staffel bildeten und den guten
Zusammenhalt des ASC demonstrierten.
Die Präsenz und der Zusammenhalt des Vereins wurden auch
beim anschließenden Kids Swim & Run deutlich, bei dem der ASC in nahezu
jeder Altersklasse StarterInnen stellte und die wohl größte Anfeuerungs-Gruppe
bildete. Die Erwachsenen staunten nicht schlecht über die Schwimmkünste der
Kinder und Jugendlichen und beim Lauf wurde deren gutes Training sichtbar, da
sie sich Ihre Kräfte merklich besser einteilten, als einige MitstreiterInnen.
Im Anschluss traf sich noch eine kleine Gruppe zum Grillen und ließ den Tag beisammen ausklingen. Gemeinsam macht eine Wettkampteilnahme einfach viel mehr Spaß, als alleine!
Läufer haben in ihrem
Leben viele Träume. Den ersten Volkslauf über 10 Kilometer, vielleicht sogar
einen Marathon mit der Distanz von 42,195 Kilometer. Wem diese Herausforderung
immer noch nicht reicht, der versucht sich an den magischen 100 Kilometern von
Biel in der Schweiz. Doch auch diese Distanz ist im Vergleich zu dem, was die
Teilnehmer beim Eiger Ultra Trail in der Schweiz erwartet, ein
„Kindergeburtstag“. Dieser Trail-Lauf bringt selbst erfahre Ultraläufer an ihre
Grenzen und schon manch ein Profi hat auf der Strecke aufgeben müssen. Allein
die Streckendaten sind selbst für Ausdauersport-Junkies furchteinflößend: Das
Rennen mit Start und Ziel in Grindelwald geht über die Distanz von 101
Kilometer und über insgesamt 6700 Höhenmeter. Damit zählt der Ultra-Trail zu
den härtesten Rennen in Europa und übertrifft sogar noch den wohl härtesten
Trail-Run Deutschlands, den Zugspitz-Ultratrail mit einer Länge von 102
Kilometern, jedoch mit „nur“ 5400 Höhenmetern. Der großen Herausforderung
stellte sich in diesem Jahr auch ein Siegerländer: Der 52-jährige Rüdiger
Stahl, erst seit drei Jahren Wettkampfläufer im Trikot des Ausdauer Sportclubs
(ASC) Weißbachtal und dort Trainer für Halbmarathon- und Marathoneinsteiger,
erreichte als einer von nur 432 Finishern überglücklich das Ziel in Grindelwald
– 134 Läufer hatten zuvor, aufgrund von Blasen, Zerrungen und Krämpfen oder
total entkräftet, das Handtuch geworfen. „Der Lauf war der absolute Hammer. Ein
Lauferlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde“, schildert der
Hainchener noch immer überwältigt von den Eindrücken den Extremlauf am Fuße der
Eiger Nordwand.
Der Mythos Eiger und
die Eigner Nordwand fasziniert Bergsteiger seit über 150 Jahren. Auch Läufer
aus aller Welt reizt die Landschaft mit Blick auf die imposante Nordwand.
Inspiriert vom Mythos Eiger wird seit 2013 der Eiger Ultra Trail gestartet. Mit
dem „Genusstrail“ über 16 Kilometer, dem „Nordwand-Trail“ über 35 Kilometer,
dem „Panorama-Trail“ über 51 Kilometer und dem „Eiger Ultra-Trail“ über 101 Kilometer
haben die Läufer vier Strecken zur Auswahl. In der Königsdisziplin entlang der
Etappenorte Grosse Scheidegg, First, Faulhorn, Schynige
Platte, Wengen, Männlichen, Kleine Scheidegg und der Traverse unter der Eiger
Nordwand erleben Läufer aus vielen Nationen ein echtes Spektakel mit einem einmaligen Bergambiente. Zwei Mal musste der
Lauf aufgrund des schlechten Wetters in den Alpen schon abgesagt werden. Die
Startplätze für die Quälerei über 6700 Höhenmeter sind rar und äußerst begehrt.
In diesem Jahr waren alle 600 Tickets in nur drei Minuten (!) vergeben,
Nachmeldungen sind nicht möglich.
Bei der offiziellen
Vergabe war Rüdiger Stahl gar nicht zum Zuge gekommen, denn er hatte den Lauf
in den Alpen ursprünglich gar nicht auf der Rechnung. „Ich wollte eigentlich
beim 10×11 Kilometer Kölnpfad-Lauf über die Distanz von 110 flachen Kilometern
starten, doch dann kam alles ganz anders“, erzählt der begeisterte Läufer. Seine Startberechtigung hat er dann auf
besonders kuriose Weise ergattert. Auf Facebook hatte ein Australier seinen
Startplatz angeboten, weil er beim Lauf durch die Alpen verhindert war. „Ich
will deinen Startplatz übernehmen, habe ich ihn angeschrieben und dann ging
alles ganz schnell mit der Ummeldung und ich hatte mein Ticket. Ich habe 220 Euro
für den Startplatz überwiesen, danach musste ich nur noch meiner Frau und
meiner Tochter versprechen, dass ich wieder heil nach Hause zurückkomme…“
Dass Rüdiger Stahl, im
Hauptberuf Steuerberater und Mitinhaber der Steuermanufaktur in Netphen-Deuz
und Wilnsdorf, als purer „Freizeitläufer“ über die kräftezehrende Strecke
überhaupt das Ziel erreichen würde, war keinesfalls so sicher. Erst spät ist er
zum Laufsport gekommen, ist bei Ultra-Läufen noch recht unerfahren, ein echter
„Rookie“ eben. 20 Jahre lang lediglich als Gelegenheitsjogger unterwegs, hat
ihn erst vor drei Jahren, mit 49, beim Einsteigerkurs des ASC Weißbachtal und
der Vorbereitung auf den 13. Siegerländer AOK-Firmenlauf 2016 die Begeisterung
für den Laufsport gepackt. Es folgten Trainingskilometer um Trainingskilometer,
die Teilnahme an Ausdauer-Cup-Läufen, gut ein Dutzend Marathonläufe und auch
die Zielankunft beim Plettenberger P-Weg-Lauf 2018 über 73 Kilometer mit 2000
Höhenmetern. „Zuletzt habe ich in der Woche rund 100 Kilometer gelaufen“, so
Stahl – doch würden Laufstrecken über die Siegerländer Hügel und die Haincher
Höhe als Vorbereitung für den Höllentrip am Fuße der Eiger Nordwand ausreichen?
„Warum nicht? Ich
fühlte mich gut und habe mich auf den Lauf gefreut. Natürlich ist ein so langer
Lauf immer eine körperliche Herausforderung“, so der Netphener. Zur Bewältigung
der 101 bergigen Kilometer innerhalb des Zeitlimits von 26 Stunden reichen
jedoch gute Vorsätze, Running-Stöcke und ein paar Laufschuhe allein natürlich
nicht aus. So lassen sich die Veranstalter die Fitness der Läufer schriftlich
bestätigen und auch das Wettkampf-Equipment ist penibel vorgeschrieben. Rüdiger
Stahl: „Wir mussten verpflichtend zwei Stirnlampen für die Streckenabschnitte
in der Nacht, Mütze, Rettungsdecke, ein Handy mit Notfallnummer und auch ein
Erste Hilfe-Notfall-Paket im Rucksack haben.“
Nach der
obligatorischen Pasta-Party am Vorabend des Laufs, einer erholsamen aber kurzen
Nacht im Naturfreundehaus Grindelwald, einem Läuferfrühstück mit original
Schweizer Birchermüesli und den letzten Tipps vom laufbegeisterten Hotelier
stand Rüdiger Stahl dann am Samstagmorgen um 4 Uhr erwartungsvoll zusammen mit
565 weiteren Wagemutigen an der Startlinie.
Nach dem Startschuss in Grindelwald auf 1000 Meter Höhe ging es auf
schmalen Wanderwegen durch die Nacht die ersten 12 Kilometer ständig bergauf.
Ein Erlebnis war dann der Sonnenaufgang auf der Passhöhe der kleinen Scheidegg
auf 2000 Meter Höhe. Weiter ging’s dann hinauf zum höchsten Punkt der Strecke,
dem Faulhorn auf 2.680 Metern Höhe –
doch an Faulenzen, oder gar Rumbummeln durften die Läuferinnen und Läufer nicht
mal denken. Sie hatten die Laufzeit im Nacken, die wie ein Besenwagen alle
Zu-Langsam-Läufer aus dem Rennen aussortierte. An 13 Etappenpunkten mussten die
Teilnehmer die Limitzeiten einhalten – wer zu spät dran war, der wurde aus der
Wertung genommen. „Auf der Strecke lief es dann erstaunlich gut. Ich konnte
immer wieder mit anderen zusammenlaufen. Ich hatte so gut wie keine Probleme.“
Alle Teilnehmer waren mit einem Tracker ausgestattet, der die Laufdaten via GPS
übermittelte, so konnten selbst die Daheimgebliebenen das Rennen jederzeit in
Echtzeit verfolgen.
Auf langen Distanzen
kommt es vor allem darauf an, den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und
die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. „Ich habe während des Laufs
achteinhalb Liter Wasser in mich hineingeschüttet und sicherheitshalber auch
ein paar Salztabletten genommen. Aber man kann ja nicht alles zum Essen
mitschleppen, deshalb gibt es entlang der Strecke viele Verpflegungsstände.
Besonders habe ich mich über den Stopp bei Kilometer 55 gefreut, da gab es dann
Pasta mit Tomatensauce, einfach wunderbar!“ Kilometer für Kilometer führte die
Strecke weiter, die Ermüdung stieg, die Kräfte ließen nach, doch Rüdiger Stahl
kam doch nicht an seine körperlichen Grenzen. „Die enorme Streckenlänge, die
Höhenmeter, die Dunkelheit in der Nacht, der Temperaturunterschied von 15 Grad
bis 27 Grad in der Mittagssonne, all das haben mir nichts ausgemacht. Von der
Kraft her hätte ich am Ende sogar noch 20 Kilometer weiterlaufen können. Aber
über die Bergabpassagen, mit Steintreppen, Geröll und losen Steinen habe ich
echt geflucht. Das hat Nerven und Kraft gekostet.“ An einer Passage ist er dann
auch gestürzt und hat sich dabei die Hand, das Bein sowie den Kopf aufgeschürft.
„Nichts Dramatisches“, wiegelt er ab, denn am Weiterlaufen hat ihn das nicht
gehindert.
Zwei Stunden nach Mitternacht, nach 22 Stunden und 9 Minuten, erreichte der 52-jährige Läufer des ASC Weißbachtal auf Gesamtplatz 302 und als 50. in der Seniorenklasse II (Jahrgang 1960 bis 1969) wieder das Ziel in Grindelwald. Überglücklich ließ er sich die Finisher-Medaille, den Eiger Finisher Stein, der von einem einheimischen Bergführer von Hand gesammelt und präpariert wurde, um den Hals hängen. In diesem Stein, so verspricht es der Veranstalter, lebt der Mythos Eiger und das einmalige Lauferlebnis am Fuße der Nordwand weiter. Auch Rüdiger Stahl aus Hainchen nimmt ein einmaliges Lauferlebnis mit zurück ins Siegerland. „Was zählt ist das Erlebnis“, sagte bereits Anderl Heckmair, Bergführer und Erstbegeher der Eiger Nordwand im 1938.